Abenteuer Schlittenhunderennen

Die bekanntesten Langstreckenrennen:
Femundlopet, 600 km
Finnmarkslopet, 500 km
Amundsenrace, 400 km
Tobakslopet, 300 km
Das Schlittenhunderennen:
Wie läuft es ab?

Schlittenhunderennen finden in drei Disziplinen statt, Sprint (bis 30 km), Mitteldistanz (bis 60 km) und Langdistanz (bis 1800 km), die so unterschiedlich sind wie 100 m Lauf und Ultramarathon bei den Läufern.

Das Survival-Pack auf dem Schlitten

In jedem Schlitten wird die notwendige Ausrüstung für Mensch und Hund mitgeführt, um mindestens 24 Stunden in der Wildnis unbeschadet verbringen zu können. Dazu gehören Extremschlafsäcke, Kocher, Hundefutter und Stirnlampen.

Der Musher:
Allein mit sich und den Hunden

Nach dem Start zu einem Langdistanzrennen ist jeder Schlittenhundeführer auf sich alleine gestellt und darf keine Hilfe bei der Versorgung seiner Hunde von außen annehmen. Die Hunde und der Musher müssen mit den arktischen Temperaturen und Schneestürmen zurechtkommen und sich in den einsamen Berg- und Hochplateauregionen orientieren können.

Schlittenhunderennen

Unsere Platzierungen bei den Rennen

Ab 2009 sind wir mit eigenen Hunden gestartet und konnten kaum glauben, dass Michi bei seinem 1. Femundlopet gleich den 4. Platz erreicht hat (von ca. 80 Teilnehmern). Es folgten noch viele sehr gute, gute und auch mal mittelmäßige Platzierungen. Wir sind stolz darauf, von insgesamt 11 Rennen bei 10 Rennen ins Ziel gekommen zu sein.

Unsere wichtigsten Resultate der Rennen:
  • Tobakslopet 2012, 300km mit 14 Hunden, 3. Platz für Michi
  • Amundsenrace 2011, 400 km mit 12 Hunden:
    3. Platz für Michi + schwedischer Vizemeister + Best-Dog-Car Preis » zum Rennbericht
  • Femundlopet 2011, 600 km mit 12 Hunden "Weltmeisterschaft": 37. Platz für Heike
  • Finnmarkslopet 2010, 500 km mit 8 Hunden: 9. Platz für Heike
  • Amundsenrace 2009, 400 km mit 12 Hunden: 13. Platz für Heike
  • Femundlopet 2009, 400 km mit 8 Hunden: 4. Platz für Michi
  • Femundlopet 2008, 400 km mit 8 Hunden: 22. Platz für Heike
  • Finnmarkslopet 2007, 500 km mit 8 Hunden: 20. Platz für Michi
Hohe allgemeine Abruchquote bei den Rennen

Die Abbruchquote beträgt manchmal 60 % der Teilnehmer. Bei uns waren die Hunde im Ziel immer in guter Verfassung und nie hat sich ein Hund bei einem Rennen verletzt oder ist ernsthaft erkrankt. Wir setzen auch in Zukunft durch sorgfältige Hundezucht und gute Vorbereitung darauf, noch viele Rennen in diesem Stil beenden zu können: eine gute Platzierung für uns und eine große Rücksichtnahme auf die Gesundheit der Hunde.

Regelmäßige Checkpoints:
Pflege für die Hunde und die Musher

Eine große Hilfe für die Schlittenteams sind die Checkpoints, die alle 80 – 150 km erreicht werden. Dort warten Hundefutterdepots, Stroh, Wasser und Tierärzte auf die Teams. Während jeder Hund gründlich von Tierärzten untersucht wird, muss der Musher selbstständig seine Hunde füttern und pflegen. Nach dem Füttern werden die Hunde in warme Decken gehüllt und ruhen sich einige Stunden auf einer dicken Strohunterlage aus, während der Musher den Hundebereich verlassen darf und von seinem Helfer, der mit dem Auto von Checkpoint zu Checkpoint fährt, in Empfang genommen wird.

Wie wir zum Schlittenhunderennen kamen

Als ich im Winter 2002/2003 begann, in einem Huskycamp in Schweden zu arbeiten, dachten wir nicht einmal im Traum daran, einmal bei einem großen Hundeschlittenrennen starten zu dürfen. Dann lernten wir in Schweden Katy Meier und Jörg Bungard kennen, die damals dabei waren, sich im skandinavischen Schlittenhundesport zu etablieren.

Glücklicherweise hatte mein damaliger Arbeitgeber einen erhöhten Personalbedarf im Sommer, so konnte ich die Stunden für meine 75-Prozent-Stelle im Sommer abarbeiten und den Winter bei Katy und Jörg mit dem Training der Rennhunde verbringen. Es dauerte nicht lange, bis auch Michi vom Schlittenhundevirus infiziert war und jeden freien Urlaubstag auf dem Hundeschlitten verbrachte.

Erster Lauf: der Femundlopet
400 km mit 8 Hunden

Die Freude und Aufregung war groß, als ich im Februar 2006 beim Femundlopet in Norwegen mit dem Junghundeteam von Katy und Jörg starten durfte.

Der Femundlopet in Röros ist neben dem Finnmarkslopet in Alta das wichtigste Hundeschlittenrennen in Skandinavien. Die Distanz beträgt 400 km in der 8-Hundeklasse.

Der erste Start mit vielen Hindernissen

Ohne jegliche Rennerfahrung, mit ebenfalls gänzlich unerfahren Hunden, keinem ausgebildeten Leithund, Startnummer eins, einem Defekt an der Schlittenbremse bereits 200 m nach dem Start und einem schlimmen Schneesturm gegen Ende des Rennens, erlebten wir viele Abenteuer und aufregende Situationen – erzähle ich gerne mal am Lagerfeuer ;-) Aber nachdem wir tatsächlich überglücklich das Ziel in Röros erreichten, war für mich und Michi klar, dass dies für uns nicht das letzte Rennen gewesen sein konnte…

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